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Acetylsalizylsäure (ASS)
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ASS vermindert die Bildung von Polypen im Dickdarm. Da Polypen die Vorstufe von Darmkrebs sein können wird durch dieses Medikament auch Darmkrebs vermindert.
Das Medikament beeinflusst einen speziellen Rezeptor am Zellkern so, dass bei Zellen, bei denen durch eine Mutation die Fähigkeit zum Absterben ausgeschaltet ist und die dann unkontrolliert
weiterwuchern und Polypen bilden können, der programmierte Zelltod trotzdem eingeleitet wird. Die entarteten Zellen sterben ab und es entstehen nachweislich weniger Polypen. Untersucht wurde diese
Wirkung bei Patienten, die eine familiäre Neigung zur Darmpolypenbildung haben und bei einer großen Anzahl darmgesunder Menschen. In beiden Gruppen konnte die verminderte Polypenbildung gezeigt werden.
Vor unkontrollierter Einnahme von ASS wird auf Grund der Nebenwirkungen gewarnt ! Besondere Vorsicht ist bei Nebenerkrankungen geboten ! Zusätzlich verhindert ASS
das Verklumpen von Blutplättchen, so dass die Gerinnung des Blutes behindert wird. Dieser Effekt wird zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen genutzt. Leider wird dadurch die Blutungsneigung
(z.B. bei Operationen) verstärkt, so dass dieses Medikament vor einer Operation abzusetzen ist. Eine weitere wichtige Wirkung ist das schnellere Abklingen von Entzündungen und die Fiebersenkung. Bei der
langandauernden Einnahme von ASS treten häufiger Magenblutungen auf, die Einnahme über lange Zeit sollte unbedingt mit einem Arzt abgesprochen und von diesem überwacht werden.
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Mesalazin, Sulfasalazin (Aminosalicylsäuren)
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Diese Medikamente sind Abkömmlinge der Acetylsalicylsäure und werden gegen chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) eingesetzt. Die Zusammensetzungen werden schwer resorbiert und können so den eigentlichen Wirkstoff (5-ASA) an den befallenen
Darmabschnitten in hoher Konzentration freisetzen. Die Medikamente werden zusätzlich in verschiedenen Zusammensetzungen und Medikamentenformen (Tablette, Dragee, Suspension, Zäpfchen) hergestellt.
Dadurch kann man die Freisetzung des Medikaments steuern und den Wirkstoff an den Entzündungsort bringen und konzentrieren. Durch die Anwesenheit der Aminosalizylsäure im Darm wird die Entzündung
gebremst und sogar zur Abheilung gebracht. Bei Colitis ulcerosa wird zusätzlich eine Langzeittherapie zur Verhinderung eines Entzündungsschubes gegeben. Diese Medikamente sind rezeptpflichtig und
die Einnahme soll nur nach Rücksprache mit dem Arzt und unter Überwachung stattfinden !
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Novamin, Paracetamol
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Diese Stoffe vemindern ebenfalls Entzündungen, da sie an der gleichen Stelle angreifen, wie die Actylsalicylsäure.
Allerdings ist die Wirkung auf die Blutplättchen geringer, so dass diese Stoffe auch vor oder kurz nach einer Operation genommen werden können. Allerdings sollte man auch mit diesen Medikamenten
vorsichtig sein, da die negative Wirkung auf den Magen ebenfalls bestehen kann. Zusätzlich ist die Überdosierung von Paracetamol lebensgefährlich.
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COX-2-Hemmer
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Die üblichen Medikamente, die gegen eine Entzündung gerichtet sind und keine Hormonfunktion enthalten (NSAR) schalten
einen Rezeptor aus, welches die Entzündungsreaktion mit unterhält. Gleichzeitig gibt es aber einen ganz ähnlichen Rezeptor (COX-1), welcher den Schutz der Magenwand vor der eigenen Magensäure
sicherstellt. Leider werden durch die herkömmlichen NSAR (z.B. Paracetamol, Indometacin, ASS) auch beide Rezeptoren beeinflusst. Dadurch kann es bei der Einnahme der herkömmlichen NSAR zu Magenbeschwerden bis zu einem Ulcus oder
sogar einem Magendurchbruch kommen. In den neueren Medikamenten ist diese Wirkung (auf COX-1) extrem gering oder ganz ausgeschaltet, so dass auch bei längerer Einnahme der Schutz des Magens verbessert
ist. Leider hat sich herausgestellt, dass die Einnahme von COX-2-Hemmern bei Patienten mit einer Herzerkrankung problematisch ist. Bei der Langzeiteinnahme dieser Medikamente kam es zu einer weiteren
Schädigung des Herzens bei diesen Patienten. Aus diesem Grund wurde bereits ein Medikament vom Markt genommen (VIOXX) und es wurden Warnungen zu den übrigen Medikamenten herausgegeben. Allerdings hat
sich ebenfalls gezeigt, dass die anderen Medikamente wie Acetylsalicylsäure ebenfalls ein Risiko bei kardialer Vorerkrankung sind. Auch bei COX-2-Hemmern hat sich herausgestellt, dass bei
langfristiger Einnahme weniger Polypen und Kolonkarzinome entstehen (die Wirkung entspricht der von Acetylsalicylsäure), leider stehen aber auch bei dieser Indikation die kardiovaskulären Nebenwirkungen
im Vordergrund, so dass diese Medikamente eben nicht für eine Langzeiteinnahme empfohlen werden können. Diese Medikamente sind rezeptpflichtig und vor der Einnahme muss das kardiale Risiko abgeklärt
werden
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Azathioprin
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Das Medikament senkt die Immunantwort und damit die Entzündungsreaktion im Körper durch die Hemmung der Entwicklung von
Entzündungszellen. Diese Zellen, die im Fall einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) gegen die Darmzellen gerichtet sind werden nicht mehr so zahlreich gebildet und die Entzündung verlangsamt sich (ein akuter Schub wird meist
beendet). Dieses Medikament ist rezeptpflichtig und die Einnahme soll nur nach Rücksprache mit dem Arzt und unter Überwachung stattfinden !
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Ciclosporin
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Das Medikament wurde aus einem Pilz gewonnen und zuerst bei der Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen nach
Transplantationen angewandt. Inzwischen werden auch andere, den Körper schädigende, Immunreaktionen durch dieses Medikament unterdrückt. Da die Nebenwirkungen ernst sein können ist die Überwachung
durch den Arzt unumgänglich. Es besteht Rezeptpflicht !
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Tacrolismus
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Auch dieses Medikament wurde aus einem Pilz gewonnen und zuerst bei der Behandlung von Abstoßungsreaktionen nach Transplantationen angewandt, da es die für eine Abstoßungs- und Entzündungsreaktion wichtigen T-Helfer-Zellen unterdrückt. Inzwischen hat es auch bei der Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Anwendung gefunden. Da die Nebenwirkungen ernst sein können ist die Überwachung durch den Arzt unumgänglich. Es besteht Rezeptpflicht !
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Methotrexat
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Das Medikament verhindert, dass Folsäure (ist zur Vorbereitung der Zellteilung nötig) verbraucht werden kann, in dem es
ein Enzym blockert. Dadurch wird die Zellteilung behindert. Entzündungen klingen ab, das Immunsystem wird gebremst und die Zellteilung in Tumoren wird gebremst.
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Fluorouracil
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Das Medikament ist als Chemotherapeutikum wirksam gegen Darmkrebszellen. In den sich schnell teilenden Zellen wird
ein Stoff, der zur Zellteilung nowendig ist durch Fluorouracil blockiert, die Zelle kann sich nicht mehr teilen und stirbt ab. Da das Mittel fast nur auf die bösartigen Zellen wirkt, ist es relativ gut
verträglich. Die Wirksamkeit wird durch Zusatzstoffe (z.B. Vitamine) weiter verbessert. Das Medikament muss infundiert werden. Dass ein Rezept notwendig ist und die Anwendung nur unter
ärztlicher Aufsicht stattfinden darf, versteht sich von selbst.Die Anwendung von Fluorouracil erfolgt als Dauerinfusion, von der Bolusinfusion ist man inzwischen weitgehend abgekommen. Das Medikament
wird bei Darmkrebs zusammen mit Folinsäure oder Leukovorin gegeben. Durch Weiterentwicklungen wurde ein neues Medikament (Capecitabin) auf den Markt gebracht, welches die Wirksamkeit von
Fluorouracil mit einer Einnahme als Tablette vereint. Die Wirksamkeit scheint sogar erhöht zu sein. Natürlich darf auch dieses Medikament nur vom Arzt verschrieben werden.
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Irinotecan
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Der Wirkstoff Irinotecan, der aus dem Glücksbaum und den daraus isolierten Camptothecinen gewonnen wird, hemmt die Wirkung
des Enzyms Topoisomerase. Dieses Enzym wird für die Zellteilung benötigt, wobei sich die Erbinformation der sich teilenden Mutterzelle verdoppelt, um anschließend auf die gebildeten Tochterzellen
verteilt zu werden. Dies erfordert die Aufspaltung der Doppelstränge der Erbinformation (DNA) in zwei Einzelstränge. Dafür muss zuerst einmal das hoch verdrillte Molekül entwunden werden. Topoisomerasen
erfüllen diese Aufgabe, wobei die Doppelstränge mehrfach aufgeschnitten und wieder verschlossen werden müssen. Irinotecan wirkt, indem es verhindert, dass sich die Einzelstränge nach Verdopplung wieder
schliessen können. Es kommt zum Bruch des Doppelstranges und zum Absterben der Zelle. In manchen Tumoren ist die Konzentration der Topoisomerase wesentlich höher als im umliegenden, gesunden Gewebe.
Auch dieses Medikament wird vom Arzt verordnet.
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Oxaliplatin
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Die Platin-Derivate wirken als Alkylazien, dass heißt, sie verändern die DNA in allen Stadien der Zellteilung. Das
behindert die Zellteilung der sich schnell teilenden Zellen (Krebszellen), da die Teilung der Zellen schneller ablaufen soll, als die Reparatur der DNA dauert. Die Nebenwirkungen sind teilweise
beträchtlich, da alle anderen, sich schnell teilenden Zellen ebenfalls von den Veränderungen betroffen sind. Natürlich darf dieses Medikament nur unter strengster ärztlicher Überwachung
eingenommen werden.
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Kortison
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Medikamente mit sehr starker entzündungshemmender Wirkung sind Kortison und dessen Verwandte. Diese Stoffe, die auch im
Körper selbst hergestellt werden, vermindern die Reaktion des Körpers auf einen Reiz, z.B. einen chronischen Reizzustand im Gelenk wegen einer Arthrose. Problematisch ist jedoch, dass die Ursache nicht
durch diese Medikamente bekämpft wird und die Gabe immer wieder, teilweise in ansteigenden Dosierungen wiederholt werden muss, um eine dauerhafte Schmerzreduktion zu erreichen. Die Nebenwirkungen der
Kortisone sind beträchtlich, da diese Medikamente tief in das Hormonsystem und den Stoffwechsel eingreifen. Im akuten Anfall ist Kortison sehr hilfreich, eine ständige Anwendung sollte jedoch vermieden
werden, falls möglich. Kortisone müssen vom Arzt verordnet werden.
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Metronidazol
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Dieser Stoff ist ein Antibiotikum, welches gegen Bakterien wirkt, die ohne Sauerstoff leben können. Diese Bakterien kommen
vor allem im Darm vor. Neben dieser Wirkung wurde entdeckt, dass Patienten mit Fisteln bei M. Crohn ebenfalls von diesem Medikament profitieren.
Das Medikament ist rezeptpflichtig.
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Loperamid
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Das Medikament wird zur Ruhigstellung des Darmes bei Durchfällen angewandt. Die Wirkung beruht auf dem Angreifen an einem
speziellen Rezeptor am Darm, der auch von Opiaten benutzt wird. Die Bewegung des Darmes und damit der Transport von Verdauungssekret und Nahrungsbrei wird verlangsamt und die Aufnahme von Wasser und
Nährstoffen aus dem Darm kann wieder erfolgen. Nicht angewendet
werden sollte das Medikament bei Darminfekten, weil hier die langsamere Ausscheidung zu einer erhöhten Konzentration von Krankheitserregern im Darm führen kann. Diese Medikamente sind
rezeptpflichtig und die Einnahme soll nur nach Rücksprache mit dem Arzt und unter Überwachung stattfinden !
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Tegaserod
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Dieses Medikament wirkt auf die Serotoninrezeptoren, die eine Engstellung von Blutgefäßen und eine bessere Bewegung des
Darmes bewirken. Das Medikament verkürzt die Zeit, die der Darminhalt im Dünndarm verbleibt. Das Medikament ist rezeptpflichtig.
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Alosetron
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Dieses Medikament blockiert die Serotoninrezeptoren, so daß eine Weitstellung von Blutgefäßen und eine schlechtere
Bewegung des Darmes resultiert. Das Medikament verlängert die Zeit, die der Darminhalt im Dünndarm verbleibt. Das Medikament ist rezeptpflichtig.
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Placebo
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Das ist ein Medikament ohne Wirkstoff. Vor allem bei der Untersuchung von neuen Medikamenten muss dieses Mittel als
Gegenprobe angewendet werden, um die Wirksamkeit eines neuen Mittels nachzuweisen. Bei diesen Versuchen sehen die Medikamente völlig gleich aus und weder Arzt noch der Patient weiss, ob er den
Wirkstoff erhält oder nicht.
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Somatotropin
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Dieses Medikament ist ein Hormon, welches das Wachstum des Körpers steuert, und welches deshalb vor allem im
Wachstumsalter produziert wird. Die Produktion im Erwachsenenalter steuert vor allem den sinnvollen Ersatz von Geweben und läßt den Körper Reserven anlegen, in dem der Stoffwechsel auf “Erzeugen und
Speichern” geschaltet wird. Natürlich ist dieses Medikament rezeptpflichtig und muss unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.
Eine Einnahme als Tablette ist nicht möglich, derzeit wird das Hormon gespritzt. Daher muss die Anwendung vom Arzt durchgeführt werden.
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TNF-Antikörper
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Seit kurzem sind Tumor-Nekrose-Faktor-Antikörper als Medikament zugelassen. Dieses Medikament hält den Zerstörungsprozess
auf, da es den Boten, der das Signal zur Zerstörung gibt, abfängt und unschädlich macht. Damit wird die Entzündung und Zerstörung der Gewebe wesentlich vermindert. Leider ist die Ursache damit nicht
bekämpft, so dass die Entzündung nach Absetzen des Medikaments wieder aufflammt. Momentan sind nur Infusionen erhältlich. Die Anwendung des Medikaments muss vom Arzt überwacht werden. Problematisch können die
Nebenwirkungen sein, die bis zu schweren Infektionen und schweren Allergien reichen können. Bis zu 2 % der Patienten sterben unter der Therapie mit TNF-Antikörpern.
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EGFR-Antikörper
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Cetuximab (Erbitux) ist ein Antikörper gegen einen Wachstumsfaktorrezeptor der Gefäße. Der Wachstumsfaktor aktiviert den
Rezeptor, so dass neue Gefäße in einen Tumor einwachsen. Wenn man den Rezeptor mit dem Antikörper blockiert, kann der Wachstumsfaktor nicht andocken und das Wachstum der Gefäße im Tumor bleibt aus oder
vermindert sich. Dadurch kommt es zu einer Minderversorgung des Tumors mit Sauerstoff und Nährstoffen und in der Folge zu einem Absterben oder verminderten Wachstum des Tumors. Leider kommt es zu
Nebenwirkungen (vor allem eine schwere Akne), da das Medikament auf alle Blutgefäße im Körper wirkt. Natürlich ist das Medikament rezeptpflichtig. Das Medikament ist eine Reservemedikament bei
Darmkrebs und wird nur verwendet, wenn andere Chemotherapiekombinationen nicht wirken. Zusätzlich ist das Medikament zur Therapie von Bronchialkarzinomen zugelassen.
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VEGF-Antikörper
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Das Medikament (Avastin)
ist ein Antikörper gegen die Wachstumsfaktoren, die ein Blutgefäßwachstum in und um den Tumor veranlassen. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung des Tumors langfristig verschlechtert und er wächst langsamer oder stirbt ab. Auch dieses Medikament wird nur zusammen mit anderen Chemotherapeutika verwendet. Nebenwirkungen sind hoher Blutdruck und selten Magen-Darm-Blutungen.
Natürlich wird auch dieses Medikament nur unter Aufsicht des Arztes verwendet.
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Leukovorin
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Leukovorin moduliert (verstärkt) die Wirkung von Fluorouracil, ohne jedoch selbst eine chemotherapeutische Wirkung zu
haben. Dabei ist nur eine geringe Dosis von Leukovorin nötig. Das Medikament ist ein Folinsäurederivat.
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Morphin-Abkömmlinge
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Diese Medikamente haben vor allem die Funktion der Schmerzbekämpfung. Es sind die stärksten bekannten Schmerzmittel.
Zusätzlich wirken diese Mittel stimmungsaufhellend und angstlösend. Aus diesem Grund werden einige Mittel als Rauschmittel eingenommen. Nachteilig ist jedoch die sehr starke Suchtpotenz dieser Mittel
(bereits nach dem ersten Mal bei dem nicht als Medikament eingesetzten Heroin) und die hemmende Wirkung auf das Atemzentrum (bei einer Überdosis stellt der Körper die Atmung ein). Deshalb sind diese
Medikamente nur auf Sonderrezept zu bekommen und die Indikation wird sehr streng gestellt. In der Gastroenterologie macht man sich die Verlangsamung der Darmbewegung nach der Gabe dieser Medikamente
bei Durchfällen zu Nutze (z.B. Opium-Tropfen). Gelegentlich kann es aber auch zu unabsichtlichen Darmlähmungen bei der Gabe von Morphinen als Schmerzmittel kommen.
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Stuhlregulatoren und Abführmittel
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Diese Medikamente enthalten häufig nichtlösliche Polysaccharide, die das Wasser im Darm zurückhalten und damit das
Stuhlvolumen vergrößern und weich machen. Diese Polysaccharide können natürlich gewachsen (indischer Flohsamen, Leinsamen, Weizenkleie) oder industriell hergestellt (Metamucil, Movicol)
sein. Daneben werden auch Fasern verwendet, die ebenfalls Wasser binden und den gleichen Effekt auslösen (Benefiber). Durch die vermehrte Stuhlausscheidung wird ebenfalls mehr Cholesterin
ausgeschieden, so dass sich auch die Cholesterinbilanz im Körper verbessern kann. Auch Anionenaustauscherharze können über die Blockierung der Rückresorption der Gallensäuren aus dem Darm zu einer
Stuhlregulation führen (Quantalan).
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Nitroglycerin
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Dieses Medikament senkt die Kontraktion verschiedener Muskeln, insbesondere im Blutkreislauf und im Gastrointestinaltrakt
den den Neurotransmitter NO (Stickoxid). Es wird als Spray oder Kapsel für die schnelle Blutdrucksenkung angewendet. Für die Drucksenkung der Sphinktermuskulatur wird 3 mal täglich eine Glycerintrintrat
enthaltende Salbe eingesetzt. Gelegentlich treten bei Einnahme des Medikamentes oder bei der Benutzung von Salbe Kopfschmerzen auf . Das Medikament ist rezeptpflichtig.
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Kalziumantagonisten (Nifedipin)
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Kalziumantagonisten werden zur Behandlung des schnellen Herzschlages, zur Blutdrucksenkung und auch zur Senkung des
Ruhedrucks des Analsphinkters verwendet. Bei Analfisteln und bei Schmerzzuständen nach Operationen am Anus werden diese Medikamente bevorzugt als Tabletten gegeben. Dabei sind die Wirkungen auf den
Kreislauf zu beachten. Die Anwendung als Salbe ist auch möglich aber nicht so wirkungsvoll.
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Botulinustoxin
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ist das stärkste bekannte Gift und wird von Bakterien hergestellt. Es führt zu einer Muskellähmung. Diese Wirkung wird bei
einem erhöhten Druck des Analsphinkters ausgenutzt. Die Injektion des Toxins führt zu einer Druckreduktion. Das Medikament darf nur von mit der Anwendung versierten Ärzten gespritzt werden.
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Probiotika
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sind Bakterien, die eindeutig keine Krankheiten erregen und aus Bakterien, die in gesunden Menschen gefunden wurden,
gezüchtet werden. Vor allem ist eine bestimmte Art des Darmbakteriums Escherichia coli (Nissle 1917) als Probiotikum bekannt (Mutaflor). Weitere Bakterien, die als Probiotika angewendet werden sind
Lactobazillen und Bifidobakterien. Die Probiotika sorgen dafür, dass der Darm nicht von krankheitserregenden Bakterien überwuchert werden kann.
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Inhalt teilweise in Broschüre
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kolo-proktologie.de - Gutartige Darmerkrankungen
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kolo-proktologie.de - Polypen und Darmkrebs
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kolo-proktologie.de - Krankheiten des Analbereichs
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